Törggelen Bei uns. die fünfte Jahreszeit.
Wandern, Wein, Speck und eine kleine braune Frucht – so einfach und so gut
Wenn der Herbst kommt, beginnt unsere fünfte Jahreszeit: Törggelen. Dann öffnen Bauernstuben und Buschenschänke, auf dem Herd wird über dem Feuer alles für die Schlachtplatte vorbereitet, Schlutzkrapfen gefüllt, süße Krapfen im Fett gebacken, Kastanien geritzt und neuer Wein ausgeschenkt. Eine alte Tradition, im Hier und Jetzt gelebt – und besonders schön in Verbindung mit einer Wanderung entlang der Kastanienhaine.
ursprung
Am Anfang war der Wein
Törggelen hat seinen Ursprung bei uns – im Eisacktal. Der Name geht auf das lateinische Wort torquere zurück. Das heißt drehen und beschreibt den Vorgang, mit dem in der hölzernen Weinpresse der Saft aus den Reben gepresst wird. Deshalb nannten die Südtiroler früher ihre Weinpresse Torggl. Junger Wein steht also am Beginn dieser Tradition, die durch die kulinarischen Begleiter ergänzt wird.
So typisch
Kastanien und Bauernküche: Ein Muss
Wenn man in den urigen Bauernstuben und Buschenschänken zusammenkommt, geht es nicht um neue Interperationen auf dem Teller. Zum Törggelen gehören traditionelle Speisen. Gerstensuppe, Knödel, Schlutzkrapfen, die Schlachtplatte mit Hauswürsten und Sauerkraut, Krapfen als süßer Abschluss und natürlich – gebratene Kastanien, die Keschtn. Junger Wein und Traubenmost runden das Erlebnis ab.
Leichter Weg
Auf der Spur der Edelkastanie
Törggelen und Wandern? Passen perfekt zusammen. Wenn man sich im Herbst in den Stuben trifft, kommt die schönste Zeit, durch herbstliche Wälder zu streifen oder eine Etappe auf dem Keschtnweg einzuplanen. Er führt direkt durch Brixen Südtirol. Herbstsonne im Gesicht, Tradition erleben und dann bei den Bäuerinnen und Bauern einkehren – ein Stück Südtiroler Lebenskultur und eine besonders schöne Art, unsere Gegend kennenzulernen.