Stadt, Land, Klausen
Hübsches Städtchen zwischen Fluss und Weinbergen
Auf der einen Seite der Eisack, auf der anderen Seite Weinberge und dazwischen ein Städtchen, das schon früh große Bedeutung hatte: 1027 wird Klausen erstmals als Clausa sub Sabiona sita urkundlich erwähnt. Kein Wunder, dass der Säbener Berg Eingang in den Namen gefunden hat, thront er doch über der Stadt mit dem erhabenen Kloster Säben. Zwischen 800 und 1000 Sitz der Bischöfe; über 300 Jahre lang prägen Benediktinerinnen nach den strengen Prinzipien des Ora et Labora den Ort, ehe sie das Kloster 2021 verlassen. Im Herbst 2024 übernimmt die Zisterzienserabtei Heiligenkreuz Pilgerseelsorge durch Pater Kosmas Thielmann die Geschicke. Der Weg von der Stadt hinauf führt mitten hinein in dieses bedeutende Stück Geschichte.
Wer durch die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, Erkern und den pastellfarben gestrichenen Häusern geht, erkennt schnell die kunstvoll gestalteten Schilder der Gasthäuser – ein Markenzeichen. Und dann sind da die Künstler: 1494 kommt Albrecht Dürer auf seiner Italienreise in Klausen vorbei. Er verewigt die Stadt später in seinem Kupferstich Nemesis. Klausen wird zum Dürerstädtchen und Ende des 19. Jahrhunderts schließlich zur Künstlerkolonie, als Maler, Schriftsteller und Intellektuelle sich hier treffen und auf die Muse warten. Gasthöfe, Ateliers und Künstlerstuben erzählen bis heute von dieser Zeit.
Das Zusammenkommen wird in Klausen seit jeher groß geschrieben. Ob auf Monats- oder Bauernmärkten, dem Gassladvent oder Ostermarkt, die Leben in die Altstadt bringen. Kein Wunder, dass Klausen zu den schönsten Ortskernen Italiens gehört und sich „Uno dei Borghi più belli d'Italia" nennen darf.